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28.08.2012, Zusammenstellung: Beate Kittl

Pflanzen im Naturgarten: Was blüht denn da?

  • Wilde Möhre
    (zvg)
  • Weinraute
    (zvg)
  • Wasserdost
    (zvg)
  • Eberesche
    (zvg)
  • Küchenschelle
    (zvg)
  • Faulbaum
    (zvg)
«Das Pflanzenwissen der Menschen ist extrem schlecht», stellt die Botanikerin und Umweltbildnerin Evelin Pfeifer fest, die Teilzeit als Gartenpädagogin für den Botanischen Garten der Universität Zürich arbeitet. Das führt auch dazu, dass nur wenige in ihren Gärten der Natur Platz einräumen. «Offenbar ist der Druck, einen aufgeräumten, ordentlichen Garten zu haben, sehr hoch», sagt Pfeifer. Dabei sind naturnahe Gärten erwiesenermassen Oasen für seltene Pflanzen und Tiere sowie Korridore für ihre natürliche Ausbreitung. ecoLife zeigt einige im Naturgarten willkommene Pflanzen:

Eberesche
Lat. Name: Sorbus aucuparia (Rosengewächse)
Volksname: Vogelbeere
Aussehen: Zierlicher Baum, weisse Doldentrauben im Mai und Juni, hellrote, erbsengrosse Früchte im Frühherbst, enthalten Vitamin A und C, ungekocht unverträglich. Gedeiht an den meisten Standorten.
Ökol. Bedeutung: Wichtige Futterpflanze für Vögel wie Singdrossel, Kleiber oder Gimpel sowie Säugetiere wie Siebenschläfer, Haselmaus, zudem wurden 41 Kleinschmetterlinge und zwölf Rüsselkäfer darauf gezählt.
Heilwirkung: Blätter und Blüten harntreibend, abführend, gegen Durchfall.

Faulbaum
Lat. Name: Rhamnus frangula (Kreuzdorngewächse)
Volksname: Faulbaum
Aussehen: locker wachsender Strauch bis 3 Meter Höhe, gelbliche Blüten in Büscheln, dann rot/schwarze Fruchtbeeren, sonnig bis schattige Standorte.
Ökol. Bedeutung: Eine der wenigen Futterpflanzen für den einheimischen Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
Heilwirkung: Rinde wirkt abführend.

Wasserdost
Lat. Name: Eupatorium cannabinum (Korbblütler)
Volksname: Wasserhanf, Kunigundenkraut, Leberkraut
Aussehen: mehrjährige, krautige Pflanze, bis zu 2 Meter hoch. Halbschattige Standorte, feuchte, nährstoffreiche und kalkhaltige Böden (Teichränder).
Ökol. Bedeutung: Nahrung für Schmetterlinge
Heilwirkung: stärkt das Immunsystem bei Erkältungen, früher gegen Leberleiden eingesetzt, schwarzer Farbstoff.

Weinraute
Lat. Name: Ruta graveolens (Rautengewächse)
Volksname: Gartenraute, „Kraut der schönen Mädchen“ (da es zu Aborten führen kann)
Aussehen: mediterraner Halbstrauch bis ca. 1 Meter Höhe, blaugrüne Blätter mit Wachsschicht, mattgelbe Blüten. Sonnige, trockene, kalkhaltige Standorte.
Ökol. Bedeutung: Nahrungspflanze für Schmetterlinge wie Schwalbenschwanz, Käfer.
Heilwirkung: Krampflösend, kann mit Sonnenlicht zu Hautreaktionen führen. Früher häufig in Klostergärten, heute selten. Typisches Gewürz der alten Römer, bis heute Grappa-Gewürz (Grappa con ruta).

Küchenschelle
Lat Name: Pulsatilla vulgaris (Hahnenfussgewächse)
Volksname: Kuhschelle, Osterblume, Schlafblume, Teufelsbart
Aussehen: 10-30 cm hohe Staude, blau-violette Blüten, silbrig behaarte Fiederblätter. Sonnige, trockene, kalkhaltige Standorte (Steingartenpflanze).
Ökol. Bedeutung: Streng geschützt (Rote Liste). Viel Pollen, darum für Hummeln attraktiv.
Heilwirkung: giftig, früher in geringen Dosen gegen Husten, Menstruationsschmerzen eingesetzt. In der Homöopathie häufig verwendet. Hautausschläge mit Sonnenlicht.

Wilde Möhre
Lat. Name: Daucus carota (Doldenblütler)
Volksname: Gelbe Rübe, Karotte, Mohrrübe, Vogelnestchen
Aussehen: 2-jähriger Doldenblütler, viele Exemplare haben in der Mitte der Dolde eine schwarze Blüte, zerschlitzte Blätter, beim Aufblühen der Dolde ziehen sich die Einzelblüten nestartig zusammen, sie wächst gern auf Ödland, magere Standorte,
Ökol. Bedeutung: Die Blüten werden von vielen Insekten (Schwebefliegen, Fliegen, Käfern) besucht, sie ist Futterpflanze der Rübliraube (Schwalbenschwanz)
Heilwirkung: man kann Wurzel, Kraut und Früchte verwenden. Inhaltsstoffe: Provitamin A, Vit. B1, B2 und C, Flavonoide, ätherisches Öl. Bei Ernährungsstörungen von Säuglingen wird Rüblimus verwendet. Ceres-Urtinktur aus den Samen: bei Menschen, die nicht in ihrer Mitte ruhen, und auch bei Konzentrationsstörungen, Antriebsschwäche, mangelnde Wachheit und Depressionen.

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