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18.07.2012, sanu

Nachhaltige Beschaffung richtig gemacht

Die Schweiz importierte 2010 für 187 Milliarden Franken Waren. Davon stammten 78 Prozent aus Europa und 22 Prozent aus dem übrigen Ausland. Der Import von Produktionsgütern spielt für die Schweiz als dienstleistungsorientierte Marktwirtschaft eine grosse Rolle.

Durch diese Importe hat sie auch eine relevante Auswirkung auf die Produktionsbedingungen in den Lieferregionen und deren Umfeld. Durch ihren Import beeinflusst die Schweiz mit, welche Produktionspraxis sich in den Lieferregionen auszahlt und sie kann somit einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in ihren Beschaffungsmärkten leisten.
Die öffentliche Hand ist ganz speziell gefordert, da sie sich in der Bundesverfassung verpflichtet hat, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, und dazu gehören natürlich auch die indirekten Auswirkungen, die sie mit ihrer Beschaffungspraxis hat. Deshalb hat die Beschaffungskommission des Bundes vor Kurzem Empfehlungen für eine nachhaltige öffentliche Beschaffungspraxis verabschiedet. Diese zeigen Möglichkeiten auf, wie der Bund sozial- und umweltverträglich Güter sowie Bauund Dienstleistungen beschaffen kann.

Aber nicht nur die öffentliche Hand sieht sich verantwortlich für die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihres Handels. Auch private Unternehmen sind sich ihres Einflusses sehr wohl bewusst und interessiert, diesen positiv zu gestalten, um Risiken zu verringern und Skandale zu verhindern. Wer will schon Ware von Unternehmen beziehen, die Kinderarbeit dulden oder die gesetzlichen Umweltvorschriften nicht einhalten?
Auch die Erwartungen der Share- und Stakeholder bezüglich Produktionsbedingungen bei Zulieferfirmen stiegen in den letzten Jahren und Unternehmen sehen sich daher motiviert und teils auch gezwungen, ihre Beschaffung nicht nur bezüglich Qualität und Preis zu optimieren, sondern auch sozial- und umweltverträglich zu gestalten. Pioniere der Produktentwicklung gehen noch einen Schritt weiter und überlegen sich nicht nur, unter welchen Bedingungen die Rohprodukte hergestellt werden, sondern sie achten bereits beim Produktedesign auf die Wiederverwertbarkeit der Stoffe, ganz nach dem Prinzip Cradle to Cradle, das sich an der Kreislaufwirtschaft in der Natur orientiert. Cradle to Cradle heisst «Von der Wiege zur Wiege» und unterscheidet sich vom bisherigen Ansatz «Von der Wiege zur Bahre» vor allem darin, dass keine Abfallstoffe entstehen, sondern hochwertige Rohstoffe in den Kreisläufen bleiben.

Mit nachhaltiger Beschaffung wird versucht, die verschiedenen Ansprüche an Qualität, Umwelt- und Sozialverträglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit in eine sinnvolle Balance zu bringen. Eine grosse Herausforderung.

Seminar: Sinnvolles Beschaffungsmanagement

Das grösste Risiko bezüglich Ökologie und sozialen Auswirkungen liegt bei vielen Unternehmen im Einkauf ihrer Rohstoffen und Dienstleistungen. Nachhaltiges Beschaffungsmanagement erlaubt Ihnen diese Risiken zu kontrollieren und die steigenden Erwartungen der Kunden und Investoren zu erfüllen. Wir zeigen Ihnen den Weg, wie Sie als Unternehmen die Effektivität Ihrer Bemühungen maximieren und den Kontrollaufwand minimieren können, indem Sie Ihr Beschaffungswesen systematisch auf Nachhaltigkeit ausrichten.



Datum: 28. - 29. November 2012
Ort: Zürich
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